Die Generation Smartphone und die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer

In aller Regel scheinen Jugendliche heute ihr Smartphone als eine Art Erweiterung ihrer körpereigenen Sinnesorgane anzuschauen. Lehrer dagegen scheinen – mindestens in Bezug auf Schüler  – eine immense Abneigung gegen diese Geräte an den Tag zu legen. Und das hat ja eine gewisse Berechtigung. Die Nutzung des Smartphones im Schulalltag ist in der Regel eine wenig förderliche Angelegenheit: Cybermobbing, geheime Kommunikation während des Unterrichts mit Freundinnen und Freunden via WhatsApp, Bild-, Video- und Tonaufnahmen von Mitschülern oder Lehrkräften, die dann über die sozialen Medien in mehr oder weniger netter Absicht verbreitet werden. Aber Schule kann auch ganz anders sein! Hier eine Doku über ein Projekt mit Schülern der Generation Smartphone: Schüler lernen Prinzipien von Werbung kennen und drehen mit dem Smartphone eigene Werbespots über ihre Schule.

Im Rahmen eines Projekts „Werbung und Generation Smartphone“ wurden von Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 8 Videofilme produziert. Zielsetzung war es, einen Werbefilm für die Auwiesenschule vom Drehbuch über die Vertonung bis zum Schnitt zu erstellen und dabei die Grundlagen der Werbewirksamkeit zu berücksichtigen.

Mit den Schülern wurde während des Projekts ausführlich Probleme und rechtliche Bestimmungen zum Persönlichkeitsschutz und Urheberrecht behandelt. Selbstverständlich ist es bei so einem Vorhaben, dass schriftliche Einwilligungserklärungen – auch der Personensorgeberechtigten – für alle im Film auftretenden Personen eingeholt werden.

Schülerfilm 1: Die Auwiesenschule – eine prima Schule. Von Maurice Weißinger und Lisa Brückner:

Lisa und Maurice schreiben dazu: „In unserem Film haben wir versucht, alle Teilbereiche unserer Schule darzustellen, um einen Überblick über die Auwiesenschule Neckartenzlingen (Grund-und Werkrealschule) zu vermitteln. Uns lag es am Herzen, die Schule möglichst realistisch darzustellen.“

Schülerfilm 2: With a little help from my friends

In Klasse 10 der Aufwiesenschule Neckartenzlingen produzierten die Schüler im Fach „Wirtschaft und Informationstechnik“ einen Werbefilm über das Projekt „Schultechniker“. Bei den Aufnahmen verwendeten sie eine Sony NEX-VG 10 und eine QUMOX Actioncam SJ4000.
Die Story: Eine Gruppe von Schülern bereitet sich auf eine Präsentation vor. Beim letzten Check bemerken sie, dass sie kein Mikrofon haben. Das Mädchen schreibt eine SMS und bittet die Schultechniker um Hilfe. Kurze Zeit später ist einer von ihnen auf dem Weg …

[vimeo 153894110 w=640 h=360]

Für diese Arbeit wurde Max Niebling stellvertretend für die ganze Projektgruppe von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann mit einem Landespreis der Werkrealschulen ausgezeichnet:

[vimeo 245133914 w=400 h=225]

Mehr über dieses Projekt und die Auwiesenschule gibt es HIER.

Ergänzender Blogpost

„Wer an der Jugend spart, wird in der Zukunft verarmen.“ (Adolf Haslinger)

Schulsozialarbeit steht im Fokus der Öffentlichkeit. Oft werden an die an Schulen tätigen Sozialpädagogen hohe Erwartungen gestellt, die oft schon an Heilserwartungen grenzen. Gleichzeitig ist relativ wenig über den realen Aufgabenbereich dieses Berufs bekannt. Das Interview mit Sebastian Heck, soll in pointierter Form einige Schlaglichter auf die Herausforderungen,  Möglichkeiten und das Selbstverständnis eines Schulsozialarbeiters an einer Werkrealschule werfen.

 

Der Schulsozialarbeiter Sebastian Heck spricht über die Herausforderungen in seinem Beruf

Von Walter Korinek

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMit welchen Gefühlen gehen Sie ins neue Schuljahr?

Man weiß nie, was auf einen zukommt. Beispielsweise plant man mit den Lehrern, was man mit den einzelnen Klassen und Projekten vorhat. Plötzlich muss man aber stattdessen in einer akuten Krise helfen. Das wirft oft alle Planungen durcheinander.

Haben Sie sich trotz aller Unsicherheiten für das neue Schuljahr konkrete Ziele gesetzt, die Sie als Schulsozialarbeiter erreichen wollen?

Mein oberstes Ziel ist es immer, dass ich mit Aktionen möglichst viele Schüler erreiche. Ich meine, dass alle Schüler Schulsozialarbeit verdient haben.

OK, wie arbeiten Sie in der Praxis Schulsozialarbeiter?
Mir ist es wichtig, für alle Schüler als Ansprechperson da zu sein. Dazu mache ich für die Jugendlichen thematische Angebote. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darin, für die Schüler Orte zu schaffen, an denen sie sich wohl fühlen

An welcher Schule arbeiten Sie?

Ich arbeite an der Auwiesenschule Neckartenzlingen, einer Grund- und Werkrealschule in Baden-Württemberg.

Nutzen die Kinder und Jugendlichen das Angebot, einen Ansprechpartner zu haben, oder gibt es Berührungsängste?

Am Anfang meiner Tätigkeit sah ich oftmals  die Bedürftigkeit, aber das Vertrauensverhältnis war noch nicht da. Jetzt fragen viele Schüler, ob ich Zeit hätte, ein Problem zu besprechen oder sie holen sich einen Rat.

Was war Ihr schönstes Erlebnis im letzten Jahr?

Wenn Schüler in das Schülercafe kommen und von sich erzählen. Das ist ein riesiger Vertrauensbeweis.

Und was machte Sie traurig, unzufrieden?

Wenn man spürt, ein Jugendlicher hat eine ganz große Not und man kann nicht helfen.

Mit welchen Problemen haben Sie im Schulalltag am meisten zu tun?

Ein Problemfeld sind die Ressourcen. Ein weiteres Problemfeld die unterschiedlichen  Ansprüche, Sichtweisen und Zielsetzungen von Lehrern und Sozialpädagogen.

Können Sie das noch ein wenig deutlicher machen?

Ich kann gut nachvollziehen, dass für Lehrer die Situation zunächst einmal schwierig ist. Schulsozialarbeit ist vor allem Beziehungsarbeit. Auch für die Beziehung zu den Lehrkräften gilt: Kennen lernen, Beziehungen knüpfen und Vertrauen schaffen.

Wie ist das mit den Eltern?

Unterschiedlich. Ehrlich gesagt, habe ich damit gerechnet, dass mehr Eltern auf mich zukommen.

Nun eine Frage zu ihrem professionellen Umgang mit Problemen. Wie behält ein Schulsozialarbeiter die kritische Distanz zu den persönlichen Problemen, mit denen er konfrontiert wird?

In der konkreten Situation muss ich darauf achten, die Gefühle meines Gegenübers nicht als meine eigenen zu übernehmen.

Wann geben Sie auf?

Ich kann nur Hilfe anbieten. Wenn jemand keine Hilfe oder Unterstützung will, dann kann ich nichts tun, als weitere Angebote zu machen.

Eine persönliche Frage: Sind Sie mit Ihrer Bezahlung zufrieden?
Wenn ich hätte reich werden wollen, hätte ich etwas anderes studiert.

Warum arbeiten Sie trotzdem in diesem Job?

Weil Geld nicht alles ist. Ich möchte in meiner Arbeit etwas Sinnvolles machen.

Gibt es noch etwas, was Ihnen sehr wichtig wäre?

Schulsozialarbeit darf nicht nur als Feuerwehr eingesetzt werden. Jeder Jugendliche hat Angebote für seine Persönlichkeitsentwicklung verdient – und das kostet natürlich Geld.

 

(Das Interview wurde am 26.9.2014 in der Auwiesenschule Neckarztenzlingen geführt)

Hilfsprojekt „Little Bugs“

Wir reisen gerne.  Wir dokumentieren unsere Erlebnisse und Erfahrungen in Fotos und Filmen. Allerdings wäre es unredlich, allein bei den Naturschönheiten und den freundlichen Menschen, die wir kennenlernen durften, stehen zu bleiben: In vielen Ländern liegen bittere Armut und riesiger Reichtum immer noch ganz dicht beieinander. Dies bewusst wahrzunehmen, gehört für uns auch zu einem Aufenthalt in einem fremden Land. Vom Wahrnehmen allein wird allerdings noch nichts besser. Wir wollen deshalb unseren kleinen Teil dazu beitragen, Situationen zu verbessern. Deshalb unterstützen wir  Projekte vor Ort, bei denen wir die Empfänger bzw. Kontaktpersonen persönlich kennen. kobl-media

Sie können auch mithelfen! Jeder Euro hilft. Besuchen Sie uns auf: http://www.koblfoto.com/hilfsprojekte.htm

Wir versprechen Ihnen, dass wir 100% Ihrer Spende direkt weiterleiten. Außerdem spenden wir von jeder bestellten  DVD in unserem Shop 10% an unser Hilfsprojekt.

http://vimeo.com/74431103

Kurzes Video über eine Heissluftballonfahrt über der Namibwüste. Am Ende gibt unser Pilot John de Almeida einige Informationen über ein Schulprojekt in Sossusvlei. Die Erklärung ist leider nur auf englisch aufgenommen worden. John berichtet hier über eine Schule für 14 Kinder, die dort 170 km entfernt von der nächsten größeren Schule entstand, und nun in Selbsthilfe ausgebaut werden soll.

Zwei starke Partner

“Zwei starke Partner” eine Videoreportage

Eine Reportage über ein gemeinsames Projekt der Firma BOTEK und der AUWIESENSCHULE zur Berufsorientierung von Jugendlichen.

Die Berufsfindung und –vorbereitung nimmt an der Auwiesenschule Neckartenzlingen einen hohen Stellenwert ein. Partnerschaften mit Unternehmen sind dabei von größter Bedeutung. Als Teil eines Koooperationsprojekts wurden die Schüler des Wahlpflichtfaches „Natur und Technik“ eingeladen, sich in einem Tagespraktikum mit dem Beruf des Industriemechanikers vertraut zu machen.

[vimeo 54752338 w=500 h=282]

Wie sagt man so schön: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte! Ich habe diesen Tag in einem kurzen Film — 6 Minuten — zusammengefasst und will damit einen Eindruck von dieser sehr erfolgreichen und effizienten Kooperationsveranstaltung vermitteln. Lassen Sie sich nun mitnehmen und erleben Sie „Zwei starke Partner“.