Hinter die Kulissen geschaut

Nun war es endlich soweit! Nach über einem Jahr Arbeit an meiner Doku über die 111-jährige Geschichte der EDEKA-Märkte der Familie Dorfschmid-Höschele fand gestern, am 20. Oktober 2019, die große Jubiläumsfeier statt. In diesem Rahmen fand dann auch die Premierenaufführung des Films statt. Dreharbeiten, Schnitt und viele Korrekturen – alles in engster Zusammenarbeit mit Familie Höschele – haben sich gelohnt. „Fünf Generationen – eine Idee“ – die Dokumentation über die mehr als hundertjährige Geschichte dieses Familienunternehmens, steht nun zum Anschauen bereit. Viel Spaß dabei!

Mehr hier: Blogpost

Bukowina

Vom 4.-12.9.2019 unternahmen wir eine Reise in den Norden Rumäniens und besuchten dort die Moldauklöster, die Holzkirchen und die herrliche Landschaft von Maramures und die Stadt Cluj-Napoca, das alte Klausenburg.

Dieser Film gibt unsere Impressionen in diesen Tagen wider. Mehr Informationen über die Moldauklöster gibt es hier.

https://vimeo.com/360585626

Ein ganz spezieller Dank geht an Aaron Dan vom Trio Dan aus Berlin, der uns die Nutzung der Musik in überaus freundlicher Weise gestattete. Bilder und Musik ergänzen sich in unserer Sichtweise zu einem Ganzen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Frau Armgard Hasselmann, Priesterin der Christengemeinschaft Bukarest, für die Planung,Organisation und Durchführung der Reise. Ganz besonders sind wir für die fundierte Weise dankbar, wie sie uns kunsthistorische und theologische Zusammenhänge des Gesehenen erläuterte.

Danke auch an Frau Monica Culda, Priesterin der CG in Cluj, für ihre humorvolle Stadtführung und die Begegnung mit der Gemeinde.

Und natürlich bedanken wir uns herzlich bei allen Reiseteilnehmern, die geduldig die Dreharbeiten über sich ergehen ließen.
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Musik des Trio Dan (Berlin/Cluj)

Dohnanyi Ernö: Passacaglia for solo flute
Aaron Dan, Flute
Live recording on 19. 04. 2007

Aaron Dan: 5 Romanian Folk Songs – Berlin Counterpoint
Berlin Counterpoint – live recorded in Auditorio del CUID, Tuxtla Gutierrez, Mexico, 1. December 2011

Capriccietto Transilvan (Medley of Romanian and Hungarian Folk Tunes)
Aaron Dan, Flute Theo Dan, Violin Michael Dan, Piano

Johnny Răducanu: Jocul Țambalelor
Aaron Dan, Flute, Theo Dan, Violin, Michael Dan, Piano
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Die überwiegende Zahl der Filmaufnahmen wurden mit der DJI Osmo Pocket gemacht, die meisten Fahraufnahmen aus dem Bus entstanden mit dem Iphone 7 und die Fotos sowie einige wenige Szenen mit der Olympus OM-D.

STUTTGART – einige Highlights

Einfach mal kurz Reframing gemacht und Stuttgart als Touri besichtigt.

Also wie gewohnt die paar Kilometer nach Stuttgart gefahren, das Auto beim Breuninger geparkt – aber dann statt zum Einkaufen oder auf den Markt direkt zur Touristeninformation i-Punkt beim Hauptbahnhof.

Und natürlich bot sich bei dieser Tour die Gelegenheit, meine DJI Osmo-Pocket ausgiebig zu testen. Alles wurde mit dieser kleinen Kamera mit eingebauten Gimbal (oder soll ich lieber sagen einem Gimbal mit eingebauter Kamera?) gedreht.

Dort buchten wir die grüne Stuttgart Citytour, einem „Hop-on hop-off“ Angebot, bei dem man an verschiedenen Punkten den Bus verlassen und später wieder zusteigen kann. Nach einem Morgenkaffee im Schlossgartencafe gings los über den Schlossplatz zum Fernsehturm. Aber alles weitere dann im Film. Am nächsten Tag gings gleich nochmals in die Landeshauptstadt zur Weissenhofsiedlung und zum Chinesischen Garten – aber diesmal auf eigene Faust.

Nach einer Bauzeit von 20 Monaten wurde am 5. Februar 1956 der Stuttgarter Fernsehturm in Betrieb genommen. Mit seiner imponierenden Höhe von 217 m ist er das Ur-Modell für die Fernsehtürme in aller Welt. Ursprünglich wollte der damalige Süddeutsche Rundfunk seine Antennen für die Ausstrahlung der Fernseh- und der UKW-Radiosendungen auf einen der damals üblichen 200 Meter hohen, mit Drahtseilen gesicherten Eisen-Gittermasten stellen. Dieses monströse Projekt rief den als Brückenbauer und Statiker bekannt gewordenen Stuttgarter Ingenieur Prof. Fritz Leonhardt auf den Plan. Seine Idee war es, statt eines hässlichen Gittermastes eine elegante Betonnadel aus dem Wald von Degerloch wachsen zu lassen und diese mit einem touristisch und gastronomisch nutzbaren Turmkorb mit Aussichtsplattformen zu versehen…Heute ist der Fernsehturm beliebtes Wahrzeichen Stuttgarts.

Seit 2016 stehen sie in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes: Die beiden Häuser des weltberühmten Architekten Le Corbusier in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung. Das damals äußerst kühne, avantgardistische – weil völlig schnörkellose – Bauprojekt wurde von 17 Architekten umgesetzt, die heute zu den wichtigsten Meistern der Moderne zählen: Darunter Ludwig Mies van der Rohe, Le Corbusier, Walter Gropius und Hans Scharoun. Jeder der Architekten entwarf sein eigenes Haus, unter Berücksichtigung der gestalterischen Vorgabe eines Flachdachs. Und obwohl das Architekturensemble durch seine Einheitlichkeit besticht, ist die Handschrift eines jeden Architekten zu erkennen und beeindruckt noch heute Architekturfans aus der ganzen Welt. Die in den 1920er Jahren von Le Corbusier formulierten „Fünf Punkte zu einer neuen Architektur“ wurden in seinem Doppelhaus besonders anschaulich umgesetzt. Das Haus, das heute als Museum dient, zeigt in der einen Haushälfte eine Ausstellung zur Geschichte der Siedlung, in der anderen Haushälfte sind die Wohnräume mit der ursprünglichen Farbigkeit und Möblierung im Zustand von 1927 zu sehen.

Der Chinesische Garten Stuttgart ist eine Aussichtsanlage auf der Halbhöhe mit Blick über den Talkessel der Kernstadt. Der Garten steht den Bürgern und Besuchern der Stadt täglich zur kostenlosen Benutzung zur Verfügung. Klassische chinesische Gärten sind Welten im kleinen Maßstab, Mikrokosmen mit den Elementen der Schöpfung: Steinschichtungen stellen Gebirge dar, Teiche oder Seen entsprechen den Meeren, Gartenpflanzen der natürlichen Vegetation. Diese Nachschöpfung der Landschaft soll dem Besucher die Natur und deren Schönheiten zeigen. Im Garten soll das Wesen der Welt erfahrbar werden, der zyklische Ablauf im Kosmos, das Aufgehen und Vergehen, Frühling und Herbst und die Welt mit ihren vielfältigen Gegensätzen wie Leben und Tod, hart und weich, Steinen und Wasser. Die umschließende Gartenmauer trennt diese ideale Welt von der realen Außenwelt.

Quellen:

https://www.stuttgart-tourist.de/a-fernsehturm-stuttgart

https://www.tourismus-bw.de/Media/Attraktionen/Weissenhofsiedlung-Weissenhofmuseum

https://www.open-iba.de/geschichte/1927-weissenhofsiedlung-stuttgart/

http://www.chinagarten-stuttgart.de/index.php?article_id=18

 

Und hier gibt’s für alle Stuttgartfans noch eine kleine Zugabe: Stuttgart – herbe Schönheit

Drei Tage im Kosovo

Im Mai 2017 begleitete ich eine Delegation von Experten aus Bildung und Wirtschaft aus Deutschland auf einer Reise in den Kosovo. Mein Auftrag war es, diese Reise und die dort gehaltenen Workshops journalistisch zu dokumentieren. Daneben – als Nebenprodukt – entstanden meine Impressionen dieses Landes auf dem Balkan.

https://vimeo.com/330122837

Wir starten am Flughafen Stuttgart / Deutschland und fliegen nach Pristina. Dort können Sie einige Szenen aus der Stadt und besonders vom Bazar sehen. Danach fahren wir in die Berge an der Grenze zu Montenegro und schauen uns ein serbisch-orthodoxes Kloster unter dem Schutz der KFOR-Truppen an (leider war es verboten, Fotos oder Videos dort zu machen). Den Abschluss machen ein paar Bilder von Prizren.

Eine andere, erweiterte Sicht dieses Landes zeigt die Dokumentation über den KFOR-Einsatz im Kosovo, die ich im Oktober 2015 drehte: Einsatz im Kosovo

Römische Skizzen

Welch ein Unterschied! Im Oktober 2018 besuchten wir ein quirliges, höchstlebendiges Rom. Und nun? Eine wegen Covid19 menschenleere Stadt. Dieser Film ist einerseits eine Erinnerung an bessere Tage und zugleich eine Zukunftsaussicht an die Zeit, wenn wir alle wieder frei atmen können werden.

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Rom – zum zweiten Mal versuchen Antje und ich uns dieser Stadt anzunähern. 2012 bei unserem ersten Besuch versanken wir oft in herbstlichen sintflutartigen Regengüssen und verbrachten gefühlt Stunden über Stunden in überfüllten Bussen und in der Metro, weil unser Hotel ziemlich weit außerhalb lag. Nun also ein zweiter Anlauf im Frühherbst.

[vimeo 401217571] Ein herzlicher Dank an Jochen Schmierkamp für die Musik "Calm Nature"

Für uns gestaltet sich die Annäherung an Rom als gar nicht so ganz einfach, denn wir erleben diese Stadt als Ort, an dem Gegensätze aufeinanderprallen, wie sonst wohl nirgends. Zum einen erleben wir staunend ein Verkehrsgetümmel, das nach ganz eigenen Regeln zu funktionieren scheint. Ich las in einem Reiseführer das Bonmot „In Rom gibt es nur zwei Sorten von Fußgängern – die ganz schnellen und die toten.“ Nun ja, die zweite Sorte erlebten wir nicht, aber es scheint, als ob die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer auf eine irgendwie symbiotische Art miteinander verbunden sind. Trotz schnellem Tempo der Autos, Roller, Busse auf vielspurigen Straßen nehmen alle den anderen wahr und mit viel Hupen und lebhafter Gestik geht dann alles – und als Fußgänger ist man mittendrin und schafft es dann irgendwie doch an sein Ziel zu kommen. Na ja und lohnende Ziele gibt es massenweise. An nahezu jeder Ecke lockt eine Kirche mit einer überbordenden Fülle an Kunstschätzen und die Antike schaut an jeder Ecke zwischen modernen Bauten hervor. Besonders beeindruckt waren wir von den Ruinen der Cäsarenpaläste auf dem Palatin. Faszinierend war auch der Besuch im „Hauptquartier“ der katholischen Kirche. Durch Zufall kamen wir in eine Generalaudienz von Papst Franziskus, in der er über das fünfte Gebot „Du sollst nicht töten“ sprach. Der Gegensatz zu den mehr als fünftausend Menschen auf dem Petersplatz waren dann die stillen Ecken, die es in dieser Stadt der Gegensätze auch immer wieder gibt.

Und hier noch einige Fotos:

Symphonie der Farben

Ein dreitägiger Kurztrip in die Schweiz und dort wandern, so weit die Füße tragen. Das war unsere Vorstellung als Antje und ich am ersten Oktoberwochenende nach Graubünden aufbrachen.

Musik: The Four Seasons (Vivaldi) by John Harrison 
with the Wichita State University Chamber Players

Gleich am Samstagmorgen ging es in Klosters mit der Gotschnabahn hinauf auf 2300m Höhe. Vier Grad zeigte das Thermometer, aber schweiz-herbst-artikel-1beim Gehen wurde uns bald warm. Über die Parsennhütte ging es auf den Höhenweg unterhalb der Weißfluh. Was wir so nicht erwartet hatten, war die Symphonie der Farben, die sich uns bot. So kann man das nur im Herbst erleben: Das Grün war einem warmen Braunton als Grundfarbe gewichen, durchsetzt mit roten Flecken der Blaubeersträucher und der Alpenrosen.

Auch die „Murmeli“ waren noch sehr aktiv und pfiffen munter, wenn sich einer der Zweibeiner oder der Mountainbiker näherte.

Immer mit dem Blick auf das im Tal gelegene Davos und weiter in Richtung des Flüelapasses, der die Grenze zum Engadin bildet, ging es weiter zum Strelapass auf 2352m Höhe. In der urigen Atmosphäre dort kurz eine Rivella getrunken und eine Bündner Nusstorte gegessen und schon mussten wir zurück, um dann kurz nach 17 Uhr die letzte Bahn vom Gotschnagrat hinunter nach Klosters zu erwischen.

Am Samstag war nördlich des Flüelschweiz-herbst-artikel-5a Regen angesagt, also kurz über die Passhöhe und auf einem Ziegenpfad in Richtung des Grialetschgletschers gewandert. Hier waren die Farbspiele des sparsamen Bewuchses wieder überwältigend.

Am Montag zeigte sich schon der nahende Winter mit Minusgraden und leicht gezuckerten Bergen. Auf der Passhöhe waren dann die Farben einer monochromen, aber in sich sehr differenzierten grafischen Struktur in mindestens 50 Grautönen mit deutlicher Tendenz zum strahlenden Weiß gewichen.

schweiz-herbst-artikel-23Drei Tage Wandererlebnis pur!

Fotografisch war der Trip eigentlich vom Motto „schweiz-herbst-artikel-3travelling light“ geprägt. Wir hatten unsere Kameras zu Hause gelassen und wollten gar nicht fotografieren. Allerdings hatten wir unsere beiden Smartphones (Nokia Lumia 930) dabei und waren überrascht. Das Mobiltelefon zeigte sich als Kamera, mit der man durchaus auch etwas anspruchsvoller fotografieren kann. Hier die Daten:, Autofokus, Optik von Zeiss mit 6 Linsen, Blende 2,4, Brennweite: 26 mm, optische Bildstabilisierung, Sensorgröße: 1/2,5 Zoll, 20,0 MP.

Hier noch ein paar Fotos:

Am dritten Tag ging es nochmals über den Flüelapass ins Engadin zum Berninapas mit dem Lago Bianco und einer Wanderung zur Alp Grüm. Dort hatten wir einen wundervollen Blick auf den Gletscher des Piz Palü und hinunter ins Tal nach Italien.

For my international friends here an english version:

A three-day short trip to Switzerland and there let us hike around Flüelapass. That was our idea when Antje and I left Nürtingen headed for Graubünden on the first weekend of October. On Saturday morning we went from Klosters with the Gotschna aerial cableway up to the attitude of 2300m. Four degrees indicated the thermometer. Along the Parsennhütte we went on the trail below the Weissfluh. What we had not expected, was the symphony of colors offered to us. It’s an experience you can only have in fall: The green had given way to a warm brown as base color of nature, interspersed with red patches of blueberry bushes and rhododendrons.


The marmots were still very active and whistled merrily when one of the bipeds or mountain bikers approached.


Watching to Davos in the valley and the Flüela in the distance we hiked on to the Strelapass in 2352m. There in a cozy atmosphere we drank a Rivella and eat a nut tart. Then we had to start for our way back, because the last cableway from Gotschnagrat to Klosters runs at 5 pm.
On Saturday the weather forecast predicted rain north of the Flüela. So we drove briefly over the pass and hiked on small goat path towards the Grialetschgletschers. The color were overwhelming again.


On Monday, the approaching winter already showed his frosty face with freezing temperatures and slightly sugared mountains. On top of the mountains the colors had changed to a monochrome grey, but it has a very differentiated graphical structure with at least 50 shades of gray with distinct tendency to bright white.

Later we drove southward to Engadin. We stopped at the Berninapass with the Lago Bianco and hiked to the Alp Grüm. From there we had a wonderful view to the Glacier of the Piz Palü and in the valley to Italy.

Three days hiking adventure pure!

Related to photography the trip was marked by the motto „Travelling Light“. Both of us had left our cameras at home and did not want to take pictures actually. Fortunately we have our smartphones (Nokia Lumia 930) with us. This gear has a pretty decent lens by Zeiss, so we still were able to record our impressions.

„Wir kommen als Freunde“

Was lange währt, wird endlich … . Na, ja – ob der Film „gut“ geworden ist, möchte ich dem Urteil von Ihnen/Euch überlassen. Auf jeden Fall ist er nun nach über acht Monaten fertig. „Wir kommen als Freunde“ ist der Titel meiner Dokumentation über deutsche Einsatzkräfte von KFOR und EULEX im Kosovo. 

Zum Inhalt des Films:

Der Kosovo – seit dem Mittelalter ist dieser Landstrich immer wieder Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen und Kriege. Serben und Albaner kämpften um die Vorherrschaft, am 15. Juni 1389 fand hier unweit von Pristina die Schlacht auf dem Amselfeld statt. Die vereinigten Heere der christlichen Herrscher von Serbien und Bosnien standen dem osmanischen Heer unter Sultan Murad I. gegenüber. Die Schlacht endete ohne eindeutigen Sieger. Aber die Anführer beider Heere fielen im Kampf und bald wurden die realen Ereignisse Stoff für eine Legendenbildung, die bis heute in den Auseinandersetzungen auf dem Balkan eine Rolle spielen.

Zuletzt war der Kosovo Schauplatz eines der blutigsten Kapitel der Balkankriege in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts. 1998 eskalierten die Auseinandersetzungen zwischen Serben und Albanern zu einem kriegerischen Konflikt.  Hunderttausende Einwohner des Kosovo waren auf der Flucht. Es wurden etwa 650 Ortschaften beschädigt oder zerstört, darunter historisch wertvolle Bausubstanz. Nach umfangreichen Recherchen des Humanitarian Law Centers – einer Nicht-Regierungsorganisation – kamen in den beiden Jahren 1998 und 1999 13.526 Albaner, Serben und andere ums Leben oder sind vermisst. Beendet wurde der Krieg durch eine Intervention der NATO unter Beteiligung der deutschen Bundeswehr, in der Serbien vor allem mit Luftangriffen zum Rückzug gezwungen werden sollte. Politisch war dieser Einsatz damals heftig umstritten, da er ohne formelles UNO-Mandat durchgeführt wurde. Die Gegner des Einsatzes warfen dem Bündnis einen Bruch des Völkerrechts vor, während die Befürworter, allen voran der damalige deutsche Außenminister Fischer auf die humanitäre Bedeutung der Intervention hinwiesen.

Nach der Beendigung der Kampfhandlungen wurde die Kosovo-Truppe, kurz KFOR (englisch Kosovo Force) als multinationale militärische Formation unter der Leitung der NATO in den Kosovo entsandt. Ihr obliegt es, gemäß der vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 10. Juni 1999 beschlossenen Resolution 1244 für ein sicheres Umfeld für die Rückkehr von Flüchtlingen zu sorgen. Sie bestand ursprünglich aus Kontingenten von über 40 Staaten und wies eine Truppenstärke von mehr als 50.000 Soldaten auf. Auch die Bundeswehr war von Anfang an mit verschiedenen starken Kontingenten an dieser Aktion beteiligt.

Ich hatte Gelegenheit, im Oktober 2015 das 42. Deutsche KFOR-Kontingent zu besuchen und mir einen Eindruck von der heutigen Wirkung dieses Einsatzes der Bundeswehr zu verschaffen. Davon handelt diese Dokumentation.

Die Woche im Kosovo hat mir deutlich vor Augen geführt, wie hilfreich dieser Auslandseinsatz der Bundeswehr und der anderen Hilfskräfte ist, um diesem Land und seinen Bewohnern die Chance zu geben, in Sicherheit die wirtschaftliche und soziale Befriedung und Entwicklung voran zu treiben.

Hier ein Link zu einem Printartikel über eine Übung der Einsatzkräfte

Getting closer: Mont-Sainte Odile

Der Mont-Sainte Odile, auf deutsch Odilienberg, wird der heilige Berg des Elsaß genannt.

http://vimeo.com/172963365

Auf einem zur Rheinebene hin steil abfallenden Buntsandstein-Felsen befindet sich das Kloster der heiligen Odilia, der Schutzpatronin des Elsaß. Gegründet wurde das Kloster in der Merowingerzeit um das Jahr 700. Die Blütezeit des Klosters war im 12. Jahrhundert. Die damalige Äbtissin Herrad von Landsberg (1167-1195) schrieb das Buch „Hortus Deliciarum“, welches das Wissen der damaligen Zeit beinhaltete. Das Original verbrannte 1870 bei einer Belagerung Strasbourgs. Nach mehreren Plünderungen und Bränden wurde das Kloster Ende des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Die Kreuzkapelle, die Engelskapelle und die Odilienkapelle stammen noch aus dem 11./12. Jahrhundert.

„Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen: Denn das Glück ist immer da.“

Wo ist das Glück, das Goethe hier in seinen „Erinnerungen“ anspricht? Ist es in Namibia, in Island, in Jordanien – oder sonst wo auf dieser Erde? Oft empfindet man es auf jeden Fall an einem weit entfernten Ort. Hier und jetzt ist ja der Ort mit seinem Alltag, der doch mancherlei Sorgen mit sich bringt.

https://vimeo.com/171222561

Goethe setzt dem sein bekanntes Wort entgegen: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen: Denn das Glück ist immer da.“. Es kommt nicht darauf, weit weg zu fahren, sondern zu lernen, das Glück zu ergreifen im Hier und Jetzt. Es hilft, wenn man sich klar macht, dass Glück oft gar nicht an äußere Umstände gebunden ist, sondern auch eine Frage der inneren Haltung ist.

In diesem Sinn sind diese Bilder aus dem vertrauten Umland zu sehen.

Glück braucht nicht unbedingt die weiten Reisen – auch wenn ich sie nicht missen möchte, denn sie erweitern schon ungemein den Blickwinkel. Aber es ist auch schön zu versuchen, Vertrautes, Gewohntes mit fremden Augen zu sehen – und so wird der heimische Wald eben auch mal zum „Swabian Rainforest“, dem Regenwald, den man sonst eher in fremden Erdteilen verortet.

Der schwäbische Regenwald

Habt ihr auch immer gedacht, der Regenwald sei irgendwo in Südamerika, Afrika oder Asien? Schaut euch dieses Video an und ihr werdet die Wahrheit wissen: Der wirkliche Regenwald liegt im Schwabenland bei Bad Urach.

https://vimeo.com/169494063

LOCATION: Schwäbische Alb near Bad Urach, June 2016
by Walter Korinek (Video & Editing) & Antje Korinek-Blessing (Photos)
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MUSIC: Joachim Lehberger
PRODUCTION INFO
Camera: Panasonic HC-X 909
Tripod: Cullmann Pronto
POST-PRODUCTION INFO
Software: Edius 8.2

Und ergänzend zum Film hier noch ein paar Fotos von Antje Korinek-Blessing:

Demnächst ist auch dieser Film bei „Destinations“ – dem Reisemagazin aus Neuseeland zu sehen.